Die Finalisten des CodingCup 2018

Hier sind unsere Coding-Stars 2018

Von Oktober 2017 bis April 2018 haben wir sie gesucht und nun haben wir sie gefunden: Die spannendsten Programmierprojekte aus ganz Deutschland. Unsere Finalisten des CodingCup 2018 stehen fest! Hier stellen wir sie euch vor.

Der April war ein toller Monat bei Code your Life. Jeden Tag wurden Wettbewerbseinreichungen gesichtet und bewertet. Das Projektteam hatte alle Hände voll zu tun, aus den vielen Einreichungen aus dem gesamten Bundesgebiet die besten herauszusuchen.

Welches Projekt ist besonders kreativ? Wo wurde die Schülerbeteiligung großgeschrieben und welche Schüsselkompetenzen wurden gefördert? Welche Konzepte eignen sich gut als Blaupause für andere Lehrkräfte? Wie sieht es mit der fächerübergreifenden Integration der Programmierideen aus? Wo zeigen sich richtige Innovationen?
Code your life

Die sechs Finalisten für die Preisverleihung

Insgesamt sechs Projekte stehen nun als Finalisten fest und dürfen vom 25.-27. Juni am Summer Coding Camp in der ufaFabrik in Berlin teilnehmen. Und hier wird es dann noch einmal spannend: Auf der Sommerbühne unter dem Open-Air-Zelt kommt es zur großen Preisverleihung und wir werden wissen: wer ist auf Platz Eins gelandet?

Unter den Wettbewerbsbeiträgen gab es eine Vielzahl an tollen Konzepten und Umsetzungen zur Vermittlung von Programmiergrundlagen. Zum Beispiel mit der Programmiersprache Logo und dem TurtleCoder oder kleinen Unterrichtsprojekten mit Mikrocontrollern, wie dem Calliope mini. Aber auch komplexe und anspruchsvolle Programmierprojekte aus dem Making-Bereich wurden eingereicht, bei denen Lösungsmöglichkeiten zu realen Problemstellungen erarbeitet wurden.

Wer die Finalisten live erleben und bei der Preisverleihung am 25. Juni dabei sein möchte, kann sich hier zum Sommerfest auf dem Coding Camp anmelden:

Kategorie: Coding & Making | Einsteiger

"Smart Home"
4. Klasse, KGS Niederkassel, Düsseldorf
"Können Schildkröten Kunst?"
5./6. Klasse, Hermann-Nohl-Schule, Berlin
"Fensterbilder nach Gerhard Richter"
3. Klasse, Gelbrinkschule, Löningen

Kategorie: Coding & Making | Fortgeschrittene

"Mooncar"
3. Klasse, GGS Sürster Weg, Rheinbach
"Simulation eines evolutorischen Prozesses (EvoSim)"
15-16 Jahre, Staatliches Landschulheim, Marquartstein
"Antistolperschuhe"
14 Jahre, Jugend forscht AG, Neustadt an der Weinstraße

"Smart Home" | 4. Klasse

Überall hört man das Wort "Smart Home". Aber wie funktioniert das eigentlich? Dieser Frage sind vier Kinder der 4. Klasse aus der KGS Niederkassel in Düsseldorf nachgegangen und haben mit Unterstützung mehrerer Calliope mini das Modell eines Hauses mit smarter Technik gebastelt. So sind die Fenster beispielsweise gegen Einbrecher gesichert und die Deckenleuchte geht an, wenn die Sonne scheint. Auch ein Fernseher ist integriert und eine Klingelanlage.

Für die Kinder war das Projekt etwas ganz besonderes. Durch die Arbeit an ihrem eigenen Smart Home, konnten sie besser verstehen, an welchen Stellen des Alltags Technologien eine Rolle spielen und das Leben einfacher machen. Dadurch sind sie aufmerksamer geworden und hinterfragen die informatorischen Prozesse ihrer Umwelt.
Code your life

"Können Schildkröten Kunst?" | 5./6. Klasse

An der Herman-Nohl-Schule in Berlin Neukölln erarbeiten Kinder, Lehrkräfte und Eltern gemeinsam ein schulinternes Curriculum zum Thema "Programmieren". Ziel ist es, dass auch Kolleginnen und Kollegen der Schule, die nicht IT-affin sind, die Inhalte transportieren können. In einer ersten Projektphase stand die Erprobung einer einführenden Einheit mit der Programmierumgebung TurtleCoder an. Die bunt gemischte Lerngruppe der 5. und 6. Klasse wählten sich Kunstskizzen aus, die sie mit der Turtle in Logo nachprogrammiert haben. Von einer Weltkugel über eine Uhr und grafische Formen war alles dabei.

"Fensterbild nach Gerhard Richter" | 3. Klasse

Programmieren mit Mikrocontrollern im Kunstunterricht? Passt nicht zusammen? An der Gelbrinkschule in Löningen schon. Und zwar schon in der dritten Klasse. In einem Unterrichtsprojekt erarbeiteten die Kinder selbst gestaltete Fensterbilder. Sie orientierten sich dabei an den Kirchenfenstern des Kölner Doms, die vom zeitgenössischen Künstler Gerhard Richter mit einem Zufallsgenerator gestaltet wurden. Die Schülerinnen und Schüler programmierten sich kurzerhand ihren eigenen Zufallsgenerator mit dem Calliope mini und erarbeiteten sich Schritt für Schritt bzw. Pixel um Pixel ihre eigenen Kunstwerke.
Code your life

"MoonCar" | 3. Klasse

An der Gemeinschaftschule am Sürster Weg in Rheinbach haben sich 16 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften und mit Unterstützung und Engagement der Elternschaft an ein Making-Projekt gewagt: Ein Auto zu bauen und zu programmieren, das nur durch Gewichtsverlagerung zu steuern ist. Dabei haben sie zwei Calliope mini verwendet, die mit Bluetooth miteinander gekoppelt wurden. Das Projekt vermittelt fachübergreifend Lerninhalte aus den Bereichen Sinneswahrnehmung, Mathematik, Mechanik, Teamplay, Kommunikation und Deutsch.

"EvoSim" | 15-16 Jahre

Mit dem Projekt "EvoSim" haben es sich drei Schüler aus dem Staatlichen Landschulheim Marquartstein zur Aufgabe gemacht, den evolutorischen Prozess in einer digitalen Darstellung zu simulieren. EvoSim zeigt, wie Evolution das Verhalten von Kreaturen schrittweise so verändert, dass sich aus zufälligen Bewegungen mit der Zeit immer bessere Überlebensstrategien entwickeln. Das Projekt wurde in Eigenregie von den Schülern in einer dreimonatigen Projektphase selbst erarbeitet.

"Anti-Stolper-Schuhe" | 14 Jahre

In der Jugend forscht AG in Neustadt sind viele zukünftige Forscher und Wissenschaftler zu finden. So zum Beispiel Luis Geisler. Er hat sich zum Ziel gesetzt, sehbeeinträchtigten Menschen eine Hilfestellung zu bauen, damit sie sich sicherer bewegen können und sich beispielsweise im Verkehr besser zurechtfinden. Erfunden hat er deshalb die Anti-Stolper-Schuhe. Insgesamt hat er sich 20 Monate Zeit gelassen, geforscht und programmiert, Prototypen hergestellt, optimiert und weiter an dem perfekten Modell gearbeitet.