Der TurtleCoder wird inklusiv

Technologische Weiterentwicklung des TurtleCoders

Jedes Kind kann Programmieren lernen – und soll die Chance dazu bekommen. Aus dieser Überzeugung heraus erweitern wir in Kooperation mit der Aktion Mensch unser Lehr- und Lernangebot und öffnen uns für ein inklusives Lernumfeld.

Auch unsere Programmierumgebung TurtleCoder erhält einige technische Erweiterungen und wird in Richtung Barrierefreiheit weiterentwickelt. Dadurch kann die digitale Schildkröte auch von Kinder mit Behinderungen genutzt werden.

Dabei gehen wir insbesondere auf die Bedarfe von Kindern ein, die motorische Einschränkungen oder Handicaps im Bereich "Sehen" haben.
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Vorteile des TurtleCoders in inklusiven Seetings

Mit der Programmierumgebung TurtleCoder programmiert man in der Programmiersprache Logo eine digitale Schildkröte (die Turtle). Mit den richtigen Befehlen bewegt sich die Turtle über den Bildschirm. Während sie läuft, zieht sie einen Strich hinter sich her. Sie zeichnet also. Mit dem TurtleCoder können Schritt für Schritt die wichtigsten Programmierprinzipien gelernt und ausprobiert werden.

Bereits jetzt hat der TurtleCoder einige Vorteile für inklusive Lernsettings. Die Oberfläche ist stark reduziert und auf das Wesentliche fokussiert. Durch die einfache Strukturierung fällt es Kinder leicht, sich zurechtzufinden. Große Auswahlfelder erleichtern die Bedienung. Wir haben uns beim TurtleCoder für textbasiertes Programmieren statt Drag&Drop entschieden. Kinder mit motorischen Schwierigkeiten können daher den TurtleCoder ebenso nutzen. Durch die Autovervollständigung der Befehle, werden Fehlerquellen bereits minimiert.
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Vorteile der Programmiersprache Logo in inklusiven Settings

Der TurtleCoder verwendet die Programmiersprache Logo und setzt dabei auf klare, einfache Befehle und Konstruktionen, die von den Kindern schnell verstanden und verinnerlicht werden können.

Die Befehle für die Turtle funktionieren nicht nur in der Programmierumgebung, sondern auch ohne Computer, ganz analog. Die Kinder geben sich gegenseitig die Befehle und bewegen sich als Schildkröten durch den Raum. Sie setzen also offline mit ihrem eigenen Körper um, was auch die Turtle im digitalen Raum macht.

Da sich die Turtle nicht seitwärts bewegen kann, muss sie sich auf der Stelle drehen, wenn sie die Richtung wechseln möchte, um beispielsweise ein Quadrat zu zeichnen. Kinder, die im Rollstuhl sitzen, kennen diese Bewegung aus ihrem Alltag und verstehen daher die Zusammensetzung der Befehle aus ihrer eigenen Erfahrung.
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Technologische Weiterentwicklung des TurtleCoders

Der TurtleCoder wird im Zuge der Kooperation mit Aktion Mensch um zwei zentrale Elemente erweitert: Farbgebung und Sprachunterstützung.

Durch Integration der intelligenten Technologien (KI) von Microsoft, der sogenannten Cognitive Services (“Text to Speech” und “Bing Speech Services”) beginnt der TurtleCoder nun bald zu "sprechen". Dazu wird der TurtleCoder technologisch erheblich erweitert und der Datenbankdienst "Azure Cloud Cosmos“ und der Speicher „Azure Storage“ genutzt.
Veränderungen in der Farbgebung mit kontrastreicherem Display und Anpassungen für Farbblinde.
Einfügen einer Wahlmöglichkeit zur Visualisierung des Programmcodes.
Implementierung einer semantischen Unterstützung beim Programmcode: Als neues Feature wird der Programmcode vorgelesen. Während die Turtle sich auf dem Bildschirm bewegt, werden die ausgeführten Befehle simultan und live in Sprache übersetzt und ausgegeben.
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